Sortiermaschinen: Grenzen, Mauern, Zäune

ABGESAGT 🙁
Donnerstag, 21.05.26, 19 Uhr
RegenbogenCafé

Lausitzer Str. 21a, Berlin X-Berg

Die Globalisierung versprach neben freien Märkten auch grenzenlose Mobilität.
Doch längst nicht für alle.

Dem globalen Jetset stehen Migrationsbewegungen gegenüber, die in ihrer Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt werden.

Das Versprechen globaler Mobilität ist – wie immer – nur für die Wenigsten wahr geworden. Die meisten Menschen sehen sich damit konfrontiert, sich auf dem Weg in ein möglichst Gutes Leben mit einem immer ausgefeilterem Regime aus Grenzen, Mauern und Zäunen auseinandersetzen zu müssen.

Die Funktionsweise dieser Sortiermaschinen wird an diesem Abend mit literarisch/lyrischen Texten nachgezeichnet und kommentiert. Denn eines ist klar: Grenzen, Mauern, Zäune gehören abgeschafft. Überall.

Keine Festung Europa!
Der Görli bleibt auf!

Redebeitrag auf der Demo zum Tag der Arbeitslosen am 2. Mai 2026 in Berlin

Vielen Dank für die Organisator*innen der schönsten Demo Berlins, dass ich Gelgenheit hatte, dort einen Redebeitrag zu halten. Gegen Ende habe ich auch Teile meiner „Fuck the Army“-Lesung verwendet. Die gibt es hier in Gänze nachzuhören: https://archive.org/details/2026-02-19-fuck-the-army-320kbps

Stellt euch mal vor, ihr müsstet – mal wieder – zum Jobcenter, weil die einfach nicht einsehen wollen, dass nicht alle Menschen Bock darauf haben, früh morgens aufzustehen, den ganzen Tag irgendeinen quatsch zu machen, nur um ein Dach über dem Kopf und genug zu Essen haben. Weil für viel mehr reicht die Kohle von den Bullshit-Jobs, die sie euch da anzubieten haben, ja eh nicht. Stellt euch das mal vor!

Und dann stellt euch vor, ihr kommt zum Jobcenter, hängt da rum, bis eure Sachbearbeiter*in damit fertig ist, die Leute vor euch zu gängeln und zu drangsalieren, bis nur noch das Häuflein Elend von ihnen übrig ist, das sie in den Augen eurer Sachbearbeiterin auch sind. Stellt euch das mal vor!

Und dann stellt euch vor, ihr wärt an der Reihe, geht zu eurer Sachbearbeiter*in, wünscht ihr einen schönen Guten Tag, fangt dann an zu lächeln und stellt euren Gehörgang auf Durchzug. Aber auf einmal werdet ihr dann doch hellhörig: Eure Sachbearbeiter*in hat euch doch gerade tatsächlich eine Karriere als Kanonenfutter vorgeschlagen. Bei der Bundeswehr. Stellt euch das mal vor!

Wie das kommt, das müsst ihr euch nicht vorstellen. Denn ihr wisst genau, dass dieser schießwütige Trachtenverein gerade massiv auf der Suche nach neuem Kanonenfutter ist. Dafür haben sie sogar die seit 2011 ausgesetzte Wehrpflicht faktisch wieder eingesetzt. Sie haben nämlich festgestellt, dass nur die Doofsten der Doofen doof genug sind, sich freiwillig in das militärische System aus bedingungslosem Befehl und Gehorsam einzugliedern. Diese Leute denken auch noch, für beschissene Ideen wie Volk und Vaterland zu morden und zu sterben, wäre eine gute Sache. Stellt euch das mal vor!

Das ist aber jenseits eurer Vorstellungskraft. Ihr seid ja auch nicht doof! Ihr seid gegen jeden Krieg und gegen jedes Militär. Ihr wisst genau, dass jeder Krieg nur für irgendwelche beschissenen Ideen wie Nation und „Rasse“, wegen geopolitischem Machtgeschiebe oder aus wirtschaftlichen Interessen geführt wird. Darauf habt ihr aber genauso wenig Bock, wie in irgendwelchen Bullshit-Jobs ökonomisch verwertet zu werden. 

Stellt euch deshalb einfach vor, ihr würdet tatsächlich im Jobcenter sitzen, eure Sachbearbeiterin würde euch eine Karriere als Kanonenfutter vorschlagen und ihr würdet einfach sagen:

Foxtrott Tango Alpha

Dann wird euch diese phantasielose Kreatur wahrscheinlich fragend mit großen Augen angucken. Weil ihr ja nicht so seid, würdet ihr ihr etwas auf die Sprünge helfen und sagen:

What the fuck haben wir damit zu tun,
wenn die scheiß Weltordnung zusammenbricht
und sie medial wie die letzten rechten Nattern
schon von der Neuen Weltordnung schnattern

Das Militär soll Garant einer neuen Ordnung sein
vielleicht wird das Militärische sogar selbst die neue Ordnung sein
so sieht es zumindest gerade aus
und von allen Seiten kommt dafür 
sogar noch viel Applaus.

Unsere Antwort darauf ist einfach nur:

Foxtrot Tango Alfa
F.T.A.
Fuck the Army

Fuck the Army
and life will be magic
if we start to break free
from those fucking wars
and this shitfucking military

Und weil – während ihr ihr das sagt – ihre Augen größer geworden sind und ihr Mund vor Staunen sperrangelweit offensteht, gebt ihr ihr zum Schluss noch einen Tipp:

Mach es wie wir
Mach es dir leicht
Scheiß’ auf den shit
Mach einfach nicht mit

Wir sind jetzt schon viele
Und wir werden noch mehr
Mit uns keinen Krieg
Mit uns kein Militär

Nebelkerzen – PunkRock-Lyrik-Lesung gegen ihre Repression

Donnerstag, 16.04.26, 19 Uhr
RegenbogenCafé

Lausitzer Str. 21a, Berlin X-Berg

Getroffen hat es Einzelne, gemeint sind wir alle!

Selten wurde die Stimmigkeit dieser Antirepressions-Parole so offensichtlich wie bei den Razzien im März 2026 an bundesweit 17 Orten (14 davon in Berlin).

Unter dem Vorwand, Beweise sichern zu wollen, wurden große Teile der (radikalen) Linken unter Generalverdacht gestellt.

Das ist nicht neu. Das kennen wir schon.

Als Beweis dafür werden an diesem Abend Texte vor allem PunkRock-Songs zum Thema (Anti-)Repression gelesen. Die Idee dieser Veranstaltung ist, ein Bild der Funktionsweise politischer Repression zu zeichnen, um Mut zu machen, sich davon nicht einschüchtern zu lassen.

Feuer & Flamme der Repression!

Der letzte Autonome in Berlin – Ansichten eines Clowns

Donnerstag, 19.03.26, 19 Uhr
RegenbogenCafé
Lausitzer Str. 21a, Berlin X-Berg

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht!

Die in Geschichtsbüchern kristallisierte Geschichte ist die Geschichte der Herrschenden über ihre Herrschaft.

Es gibt aber noch die andere Geschichte. Die Geschichte einer Bewegung, die sich gegen diese Herrschaft auflehnt und sich Autonom organisiert.

Hausbesetzungen, antifaschistische und antimilitaristische Aktionen, Widerstand gegen die atomare Verseuchung von Lebensräumen, Gegenentwürfe gegen die neoliberale Zurichtung der Welt oder spontane Wutausbrüche gegen himmelschreiende Ungerechtigkeit sind Ereignisse, von denen diese Geschichte erzählt.

Erzählen wird sie einer, der gerne dabei gewesen wäre. Der gerne auch dabei war und ist. Der sich seine Autonomie gegenüber der Geschichte der Herrschenden bewahrt hat und deshalb aus dem Blickwinkel der ersten Person die Geschichte der Autonomen erzählt. Weil sie auch die seine ist.

FUCK THE ARMY! – Agit-PunkRock-Lyrik Sprechstück gegen Krieg und Militarisierung

Donnerstag, 19.02.26, 19 Uhr
RegenbogenCafé
Lausitzer Str. 21a, Berlin X-Berg

Foxtrot Tango Alfa.

Hallt es durch den Äther. Vereinzelt und leise. Langsam schwillt es an und wird zum Fanal.

Je deutlicher die Kriegsvorbereitungen werden, je mehr aufgerüstet wird, je mehr Menschen zu Soldaten gemacht werden, je mehr zivile Bereiche unter die Fuchtel des Militärs geraten, desto lauter ist es zu hören:

Foxtrot Tango Alfa.

Dieses Agit-PunkRock-Lyrik Sprechstück ist das Echo dieser Entwicklung.
Mit Punk- und anderen Texten zeichnet es nach, wie sich eine antimilitaristische Bewegung formiert, der es an ihrem Ende gelingt, dass militärische Logik ein für allemal aus den Köpfen der Menschen verbannt wird und deshalb keine Kriege mehr geführt werden können.

Das Rezept dafür ist einfach:
Konsequent gegen jeden Krieg und gegen jedes Militär.
Alles andere ist Moppelkotze.

Der Kalkulator von KI – Ein Märchen von 1001 Punk

Donnerstag, 15.01.26, 19 Uhr
RegenbogenCafé

Lausitzer Str. 21a, Berlin-Kreuzberg

Durch eine wirbelnden Circle-Pit eines wilden Punk-Konzerts gerät Dorothy in die Cyberwelt des Kalkulators von KI.

Dieses Märchen erzählt von Dorothys abenteuerlichen Begegnungen auf der Suche nach dem Weg zurück nach Hause. Denn nirgendwo ist es so schön wir dort!

Es begleitet nicht nur Dorothy auf ihrer Reise, sondern taucht ein in die stochastische Welt der large language models. Mit seiner Rahmenhandlung will es auch einen kritischen Beitrag zum aktuellen KI-Diskurs leisten.

Inspiriert wurde diese Geschichte durch eine sogenannte generative künstliche Intelligenz, der die Aufgabe gestellt wurde, auf Grundlage des Zauberers von Oz ein Science-Fiction-Märchen zu schreiben.

PunkRock-Philosophie

Donnerstag, 20.11.25, 19 Uhr
RegenbogenCafé

Lausitzer Str. 21a, Berlin_Kreuzberg

Was die Menschheit jetzt braucht, ist PunkRock-Philosophie.

Eine PunkRock-Philosophie, die die großen philosophischen Fragen auf ihren Kern reduziert.

Und das ist nicht weniger als die Frage nach dem möglichst Guten Leben für möglichst Alle!

Für die Antwort braucht es keine dialektischen Abhandlungen.
Es braucht weder materialistische Analysen noch idealistische Verbrämungen.
(Post)Strukturalistische Ergüsse und kybernetische Systemtheorien waren als Kind schon scheiße.

Was dagegen nötig ist, ist eine PunkRock-Philosophie, die Standpunkt bezieht, die eingreift, um aus der schlechten Welt eine bessere zu machen. Für Alle!

Einen Versuch einer PunkRock-Philosophie-Vorlesung, die genau das im Blick hat, gibt es an diesem Abend.

Punk über Punk

Donnerstag, 09.10.25, 19 Uhr
RegenbogenCafé

Lausitzer Str. 21a, Berlin_Kreuzberg

Punk ist anders. Punk grenzt sich ab. Punk führt zu Blasenbildung.

Ist das, was Ende der 70er aus den Untiefen der Popkultur das Licht der Welt erblickte, noch mehr als ein weiteres Segment eben dieser? Ist Punk noch der Soundtrack der Autonomen Bewegung? Oder ist das zu definieren, was Punk ist, schon längst den Szene-Katholiken und Oberlippenbärten überlassen?

Auf diese Fragen wird es an diesem Abend keine Antwort geben.

Dafür jede Menge PunkRock-Lyrics von Punk-Bands, die in ihren Texten ihre Ansichten von und über Punk und Punks zum besten geben.

Nazis raus

Donnerstag, 18.09.25, 19 Uhr
RegenbogenCafé
Lausitzer Str. 21a, Berlin-Kreuzberg

Rechte Kräfte erzeugen ein Klima der Angst. Die Zahl der Übergriffe steigt, Nazipropaganda nimmt zu und nach jeder Wahl sind mehr Nazis in den Parlamenten. Aber das ist nur die Spitze eines braunen Scheißbergs, der sich ganz unverhohlen vor unseren Augen auftürmt.

Der Rechtsruck nimmt deutlich an Fahrt auf und ist tagtäglich zu spüren. Überall – in den politischen Debatten, on- und offline, auf den Straßen. Rassistische und queerfeindliche Kommentare sind auch immer öfter in Gesprächen mit Nachbar*innen, in Kneipen und Spätis zu hören.

Diese Lesung ist ein szenischer Monolog aus einer Kreuzberger Kneipe, die zeigen will, dass Nazis nicht nur mit PunkRock-Attitüde zu begegnen ist, sondern dass das wirksamste Mittel gegen den Rechtsruck solidarische Nachbar*innen in solidarischen Kiezen sind.

Blümchen-Lyrik-Lesung

Donnerstag, 21.08.25, 19 Uhr
RegenbogenCafé

(!BEI GUTEM WETTER IM HOF!)
Lausitzer Str. 21a, Berlin X-Berg

Blumen sind ein gängiges Motiv der Lyrik. Alle möglichen Blumen wurden besungen.

Sei es das Heidenröslein, die blaue Blume der Romantik oder die Blumen des Bösen. Eine Blume, die hieß Anna und Sacred Emily stellte fest, die Rose sei eine Rose sei eine Rose. Ob es gleiche in rot für die beiden tatsächlich geregnet hat, ist allerdings nicht überliefert.

Genauso wenig bekannt ist allerdings auch, dass es auch im Punk Texte gibt, die sich dem Blumen-Motiv widmen.

Das wird sich an diesem Abend ändern.

Neben dem genannten ist der Abend aber auch eines: eine Hommage an die wohl bedeutendste Interpretin des Happy Hardcore im deutschsprachigen Raum, die weniger über Blumen sang, als dass sie selbst als Blümchen bekannt wurde.